.. es ist mal wieder Herbstzeit = Pilzzeit.

Viel Regen, wenig Sonne, sodass unsere Bäume kaum abtrocknen. Nicht nur, dass die meisten im Boden lebenden Symbiosepilze jetzt ihre Fruchtkörper zeigen, es gibt leider auch schädliche Pilzarten.

Zu den häufigsten zählt der Rotpustelpilz.

Er befällt eigendlich nur totes und abgestorbenes Holz. Dadurch ist er im Naturkreislauf ein ganz nützlicher Pilz.

An unseren Bonsai, wo wir das Totholz möglichst lange behalten wollen, ist er nicht so beliebt. Hauptsächlich wird das Holz der Laubgehölze gefallen. Da nun aber fast alle unsere geliebten Yamadoris starke Schnittwunden und tote Äste haben, ist hier mit Problemen zu rechnen. Auch kann der Pilz, an geschwächten Pflanzen, auf lebendes Holz übergreifen und auch dieses befallen.

Hierzu zählen:

  • frisch ausgegrabene und umgetopfte Bäume, nach starkem Wurzelschnitt.
  • Bäume nach Pflegefehlern, z.B. Trockenheit, Wurzelfäule.
  • Mangelerscheinungen nach Über- oder Unterdüngung.

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre, habe ich diesmal meine Bäume vorsorglich behandelt.

Alle Bäume mit abgestorbenen Stammteilen oder Äste wurden vorsorglich behandelt. Ich habe die betreffenden Stellen mit einer Bürste gereinigt und mit Jin-Mittel eingepinselt. Bereits befallene Stellen werden restlos herausgekratzt und danach, das noch stabile Holz gestrichen. Die berühmte Winterspritzung mit verdünntem Jinmittel hat den gleichen, pilzabwehrenden, Hintergrund, nur halt nicht so intensiv.

Jin-Mittel: beliebtes Bleichmittel für Totholz ( Schwefel-Kalk)
Bodenpilze: Pilzgeflecht (Mykhorizza) im Boden der Bonsaischale. Eine Symbiose zu beider Nutzen.
Winterspritzung: Nach dem Laubfall, aber vor den ersten Frösten. Der Klassiker Jinmittel 1:30 verdünnt über Äste und Stamm gesprüht.
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