Die rote Heckenkirsche ist ein Waldrandgewächs, mit kleinen gelben Blüten und roten Beeren im Spätsommer, Blätter graugrün, gegenständig. Die typische Wuchsform ist buschförmig, mit zahlreichen, geraden, fast vertikalen Ästen. Für die Gestaltung als Bonsai eher schwierig. Daher solltest du bei der Yamadorisuche nicht auf ein möglichst schönes Astwerk schauen, sondern dich hinknien und den Wurzelansatz (Nebari) freilegen. Denn dort liegt der gute Bonsai versteckt, schöne Äste wachsen in kurzer Zeit nach.

Im Frühling 2010 konnte ich eine Lärche ausgraben. Die Lärche stand auf einer hellen, sonnigen Lichtung, vom Wildverbiß und von Schneelasten sehr stark geformt. Ein Baum, der über viele Jahre allen widrigen Umständen getrotzt hatte. Aber jetzt durch zunehmende Beschattung, der umstehenden Bäume, seinem Ende entgegen sah. Die Äste waren verbissen und zum größtenTeil schon abgestorben. Der Stamm aber ließ eine interessante Bewegung erahnen und es gab noch genügend junge, frische Triebe.

Lavasteine eignen sich hervorragend für eine Felsenpflanzung. Heute habe ich einmal zwei Gestaltungen ausprobiert.

Wir wohnen in der Nähe vieler Vulkane in Eifel und Westerwald. Da ist es besonders leicht, an geeignete Lavasteine heranzukommen. Im Steinhandel für Gartengestaltung oder in einschlägigen Betrieben der Steineindustrie kann man schnell fündig werden und sich einen schönen Lavastein besorgen. Durch die rauhe Oberfläche des Steinmaterials haften Pflanzen und die Erden besonders gut. Ausserdem kann der poröse Lavastein gut das Wasser speichern.

Aus meiner frühen Yamadori-Zeit standen noch einige Lärchenfindlinge in einer Gartenecke herum. Die Bäumchen hatte ich mal im Überschwang ausgegraben und zu Hause eingepflanzt. In einer Styroporkiste hatten sie sich gut bewurzelt.

Heute, mit etwas mehr Erfahrung, würde ich die unschönen Teile sofort wegschneiden, anstatt sie über lange Zeit zu pflegen um sie dann später doch zu entfernen. Aber dieses Wissen kommt auch erst mit den Jahren.

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