Ausgraben einer mächtigen Lärche – Herbst/ November 2014


 

Nach etlichen Anläufen bekam ich endlich die Genehmigung zum Ausgraben. Die Lärchen standen an einem Feldweg, waren stark verbissen, Top gesund. Sie standen mit Gras und Kräuter umwachsen am Wegrand im Schotter.

 

 

Wahrscheinlich wären die meisten achtlos an dem "Gestrüpp" vorbeigegangen. Erst wenn man die dicke Gras- Mulchschicht etwas weg kratzte kam der interessante Stamm zum Vorschein.

 

 

Mit der großen Spitzhacke entfernte ich zuerst die Schicht über den Wurzeln, rund um den Stamm herum, etwa 1,5m im Durchmesser. Unter der 10cm Gras/ Nadel/ Mulchschicht kam ein sehr schönes Nebari hervor.

Durch den Schotter- Untergrund konnten sich kaum Pfahlwurzeln am Baum entwickeln. Dafür eine recht ausladende Wurzelscheibe mit vielen Feinwurzeln. Super !

 

 

Das Ergebnis war ein Baum mit einer recht großen Wurzelscheibe und mit einem Gewicht von gefühlt einer Tonne. Damit ich den Baum überhaupt hochheben konnte habe ich den Erdklumpen an der Wurzel drastisch verkleinert. Nachdem ich kiloweise Steine und Lehm abgeklopft hatte, schaffte ich den Kraftakt doch noch und konnte ihn in meinen PKW wuchten.

 

 

Zuhause braucht es eine Schubkarre um den Baum zu transportieren.

 

 

Nun ein recht große Loch im Garten buddeln und die Lärche vorsichtig hinein setzen. Anschließend noch großzügig mehrere Hände Weißtorf um die Wurzeln geben. Die Wurzeln etwas mit Erde bedecken und einen Gießrand anhäufen.

Mit dem Wasserschlauch und einem scharfen Strahl die Erde sorgfältig zwischen die Wurzeln spülen. Nach 10 min., wenn das Wasser versickert ist, die restliche Erde um den Stamm verteilen.

Zum Ende, wie immer, heißt es Fahrzeug reinigen. Es gehört wohl zu einer deftigen Yamadori- Tour Harz, Schlamm und Nadeln im Auto zu verteilen. Jedenfalls war es bisher bei mir immer so.

 

Damit ihr eine ungefähre Vorstellung über die Größe bekommt, hier mal ein paar Bilder mit Maßstab.

 

 

Ich denke, dieser Baum wird in einigen Jahren eine beeindruckende Gestaltung sein. Obwohl ich noch nicht so richtig weiß, wie ich ihn transportieren soll, wird er wohl auf unseren Ausstellungen auffallen.

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